Sauerkraut - selbstgemacht

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Milchsäuregärung macht Gemüse haltbar und milchsauer vergorene Gemüse haben verdauungsfördernde, entzündungshemmende und insgesamt heilende Wirkung.

Mit roh verzehrtem Sauerkraut können wir unsere Darmflora wieder in Schwung bringen und dies ist zum Beispiel nach einer Antibiotikabehandlung enorm wichtig. Im Darm leben mehr Bakterien als dein Körper Zellen besitzt - normalerweise, wenn du gesund bist.

Milchsäurebakterien sind praktisch überall vorhanden, wir müssen sie uns nicht extra beschaffen, wenn wir eine Milchsäuregärung in Gang bringen wollen.


Was du brauchst, um Sauerkraut herzustellen

  • Weißkohl
  • feines Meersalz
  • einen Hobel (Reibe oder scharfes Messer tun es aber auch)
  • Gefäße


Zubereitung

Der Weißkohl wird fein gehobelt oder sehr fein geschnitten, mit etwas Salz versetzt, ordentlich gestampft und geknetet und anschließend in ein Schraubglas gedrückt, das anschließend verschlossen wird. Die Flüssigkeit sollte dabei über dem Kraut stehen. Schon nach wenigen Stunden setzt bei normaler Raumtemperatur die Milchsäuregärung ein.

Doch der Reihe nach :-)


Hobeln oder Schnippeln

  • befreie den Kohlkopf von den äußeren Blättern
  • teile ihn in Viertel und schneide die Strünke heraus
  • dann kann gehobelt bzw. feinst geschnitten werden.

Ich besitze keinen Hobel und hab ganz klassisch mit einem Messer gearbeitet. Das ist natürlich nicht so praktisch wie der Einsatz eines Hobels.


Wie viel Salz?

Der Salzanteil sollte 1% betragen. Das heißt, das auf 1 kg gehobelten Kohl 10 g Salz kommen.


Kneten und Stampfen

Dies ist jetzt der schweißtreibende Teil der Arbeit. Abhängig von der Kohlsorte, es gibt derbere und zartere Weißkohlsorten, und der Feinheit deiner Hobel- oder Schnippelarbeit, musst du jetzt den Kohl mit dem abgewogenen Salz vermischen und ordentlich kneten und stampfen. In dieser Phase ist es wichtig, dass so viel Saft wie möglich austritt, denn der ausgetretene Saft muss nachher das Kraut vollständig bedecken. Kneten, kneten, kneten. Ich hab so einen hölzernen Fleischklopfer benutzt und das Kraut gestampft und gestampft. Es hat sehr lange gedauert bis genügend Flüssigkeit entstanden war.


Abfüllen

to be continued --Isa Palstek 12:17, 12. Mär. 2012 (CET)


Erfahrungsberichte und sonstige Infos

Wir haben bisher mit großem Erfolg Sauerkraut in den klassischen Gärgefäßen selbst hergestellt. Dabei habe ich das gehobelte Kraut mit der Faust direkt im Gefäß gepresst und "gestampft", das hat besser funktioniert als mit einem "Stampfer" und es ist sehr viel Flüssigkeit entstanden. Das Salz, das wir vorher schon dem Kraut zugegeben und ein wenig damit stehengelassen haben, ist dabei sehr wichtig. Wir glauben aber auch, dass die Qualität des Kohlkopfes sehr starken Einfluss darauf hat. Zwischen die Lagen Kraut haben wir noch Apfelscheiben und Gewürze gelegt, z.B. etwas Kümmel, Wacholderbeeren. Oben drauf kommen als Abschluss die größten äußeren Blätter des Kopfes, darauf legt man die zum Gärgefäß dazu gehörigen "Steine". Die Wasserrinne, die immer voll sein muss, verhindert die ansonsten übliche Kahmbildung im Gärtopf, da er auf diese Art luftdicht abgeschlossen ist. Die Zeiten einzuhalten, bei welchen Temperaturen das Kraut dann wie lange stehen soll, sind entscheidend für den Erfolg des Gärungsprozesses. Unser selbstgemachtes Sauerkraut hat definitiv immer am besten geschmeckt!

Werd vielleicht mal die Gärgefäße fotografieren... -- Adrian 21:15, 12. Mär. 2012 (CET)




Das beste Sauerkraut soll aus dem sogenannten Filderkraut hergestellt werden.

"Filderkraut (nach den Fildern, einer fruchtbaren Ebene bei Stuttgart) ist eine festere Variante des Spitzkohls mit kräftigeren Blättern, die vor allem zu Sauerkraut verarbeitet wird." [1] --Kikilula 07:33, 13. Mär. 2012 (CET)