Schwangerschaft

Aus Paleowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
PregnantWoman

Schwangerschaft und Ernährung nach den Prinzipien von Paleo/Primal

Praktisch jeder Mensch, der seine Ernährung von der gängigen Ernährung mit all ihren modernen Industrie- und Kunstprodukten auf echte, natürliche Nahrungsmittel ohne Getreide, Soja, Saatenöle und Zucker umstellt, erfährt eine gewaltige Verbesserung der Gesundheit und des Wohlbefindens.

Unfruchtbarkeit und Zyklusstörungen

Gerade Frauen können mit dieser Ernährung auch viele Probleme rund um ihre Weiblichkeit verbessern: schmerzhafte und ungegelmäßige Zyklen, Amenorrhoe (Ausbleiben der Regelblutung), Unfruchtbarkeit und PCOS regulieren sich in wenigen Monaten ganz ohne Medikamente. Denn oft ist der Kern des Problems eine mangelhafte Versorgung mit wichtigen Nährstoffen, Fehlsteuerungen durch Phytoöstrogene in der Nahrung (Soja) oder ein zu hoher/schwankender Blutzuckerspiegel.


Viele Erfolgsgeschichten und persönliche Erfahrungen finden sich dazu auf englischsprachigen Internetseiten, z.B. Vibrant.Sexy.Strong.com


Dana Carpenter

So This Is What Happened To Me...

Dana Carpender ernährte sich nach einer PCOS-Diagnose LowCarb, HighFat und mit normalem Eiweißgehalt und konnte mit dieser Ernährung ihren Blutzuckerspiegel normalisieren.


Rob Woolf

Real life testimonial: A Paleo Diet for PCOS & Infertility


Danielle ist eine Diät- und Ernährungsberaterin, die in ihrem ganzen Leben gegen Übergewicht ankämpfen musste. Das machte ihr ihre Arbeit ganz schön schwer - wer möchte schon Ernährungstipps von jemandem annehmen, der selbst offensichtlich überflüssige Pfunde mit sich herumschleppt? Dabei hielt sie sich streng an ihre eigenen Empfehlungen: fettarm, Vollkorn, viele Ballaststoffe, kleine Portionen, mageres Fleisch, Zuckerersatzstoffe, Diätlimonade, moderater Sport - alles nach Vorschrift. Trotzdem war sie übergewichtig. In ihrem Kampf versuchte sie alles, auch exzessives Salsa-Tanzen, Rauchen, Kaffeetrinken ohne Ende, Hungern, doch sobald sie damit aufhörte, waren die Pfunde wieder da.

Aber auch ihre Menstruation hörte auf. Da sie seit kurzem auch wieder einen Freund hatte, nahm sie an, schwanger zu sein, obwohl 2 Schwangerschaftstest negativ ausfielen. Ihr Frauenarzt fand dann auch statt eines Empbryos nur “Poppcorn” in ihrem Bauch - PCOS. Das erklärte auch u.a. ihr hartnäckiges Übergewicht und führt außerdem zu Menstruationsstörungen, Metabolischem Syndrom, Stammfettsucht, Akne, Insulinresistenz, Unfruchtbarkeit...

Zwar hatte sie schon vorher darüber gelesen, aber nicht genug. Also machte sie sich an ihre Nachforschungen. Die ergaben kurz zusammengefasst, dass das, was sie in ihrer kostspieligen Ausbildung gelernt und an ihre Kunden weitergegeben hatte, absolut für die Katz war. Es waren nämlich gerade die Lebensmittel, die sie als Lösung empfohlen hatte, die die Probleme erst verursacht hatten und sie weiter verschärften.

Im Internet las sie von Frauen, die mit ihrer Paleo Ernährung diese Krankheit los geworden waren.

Eine Freundin schwärmte ihr von Robb Wolfs Seite und seinem neuen Buch “The Paleo Solution” vor.

Auf der Seite von Sara Fargoso Everyday Paleo Recepies for Life fand sie dann leckere Rezepte.

Sie probierte einige Rezepte aus und mochte das Essen sehr, obwohl der Farbton Beige dort vollkommen fehlte. Das verstörte sie zu Anfang sehr, da sie mit Brot und Pasta aufgewachsen war. Aber die Argumente überzeugten sie schließlich, auch wenn sie allem entgegenstanden, was sie je zuvor gelernt hatte.

Sie beschloss, von heute auf morgen auf alle Getreide, Zucker & Co zu verzichten und erlebte ein Wunder: Sie verlor Gewicht, ihre heftigen Blutzuckerschwankungen, bekommt ihre Periode pünktlich alle 28 Tage, fühlt sich einfach großartig und kann so viel essen, wie sie will. Das sieht man auch auf dem vorher/nachher Foto.


PaleoHacks

Fertility: has Paleo helped you?

Tim Rangitsch und seine Frau haben nach 17 Jahren unerfülltem Kinderwunsch nun ihr gesundes Wunschkind.


Schwangerschaft

Wird nun eine Frau, die Paleo/Primal isst, schwanger, gerät sie oft unter enormen Druck von Ihrem Umfeld oder ihrer Frauenärztin, doch wieder “normal” zu essen, damit dem armen Kind nichts fehlt. Dabei ist es doch wiedersinnig, von einer Ernährungsweise abzuweichen, die zu einem BESSEREN Gesundheitszustand führt!

Wissenschaftliche Studien können wir hier leider nicht anführen, die belegen, dass unsere Ernährungsweise gefahrlos bei einer Schwangerschaft beibehalten werden kann - dafür ist sie noch nicht etabliert genug, außerdem fehlen die Wirtschaftlichen Interessen, einen solchen (kostspieligen) Nachweis zu führen.

Was wir aber vorlegen können, sind Berichte von Frauen, die es einfach getan haben, ohne sich beirren zu lassen.


Peggy Emsch The Primal Parent

the primal parent pregnancy


Peggy Emsch hatte ihre Ernährung schon auf Paleo umgestellt, als schwanger wurde. Sie rät anderen Frauen, ihre Ernährung schon etwa 6 Monate vor einer geplanten Schwangerschaft umzustellen, damit die Entwicklung des Babys von Anfang an optimal ablaufen kann. Auch sie litt vor ihrer Umstellung unter PCOS. Da sie sowieso keinen Kinderwunsch hatte, fand sie ihre Unfruchtbarkeit aber eher praktisch, da sie keine Pille zur Verhütung nehmen musste. Wären da nicht die anderen, viel gravierenderen Gesundheitsprobleme gewesen. Um diese zu beheben, begab sie sich auf die Suche und fand u.a. die Seiten von Dr. Loren Cordain http://thepaleodiet.com/ .

Ihre Erfahrungen fasst sie in diesem Post zusammen: http://theprimalparent.com/2011/04/12/pregnancy-evolution-and-nutrition-data/ Ihr Kernargument ist hier, dass auch bei einer Primal/Paleo Ernährung nur ganz normale Lebensmittel verzehrt werden, wobei durch die bewusste Auswahl die Nährstoffdichte aber viel höher ist als bei der offiziell empfohlenen Ernährung. Und dass es dabei sogar um die beste erhältliche Qualität handelt und dass unsere Vorfahren genau diese schon Tausende von Jahren verzehrt haben. Wären sie abträglich für unsere Gesundheit, gäbe es uns heute nicht.

Es war für sie nicht einfach, die Umstellung durchzuziehen: Küche und Vorratsschränke ausmisten und ihre Gelüste auf Speisen aus einer Kombination aus Stärke und Fett übewinden. Aber sie schaffte es, sich von einem Leben mit Mangelernährung zu erholen. Eigentlich hätte ihr Körper dafür mindestens ein Jahr Zeit bekommen müssen, aber die Hormone hatten sich wohl erstaunlich schnell reguliert: nach 3 Monaten sie halb überrascht, halb entsetzt fest, dass sie schwanger war.

Neben ihrer Tätigkeit als Mathematiklehrerin blieb ihr genügend Zeit, sich ausführlich über Schwangerschaft und Erziehung zu informieren, Sport zu betreiben und Entspannungstechniken zu erlernen.

Ihre Ernährung in dieser Zeit:

  • Viele Eier,
  • Rindfleischeintöpfe und
  • viel extra Butter und Koksoöl an jeder Speise.
  • Sie verzichtete komplett auf das Rauchen, Alkohol und Koffein und
  • aß fast ausschließlich zuhause.

Die Schwangerschaft verlief so glatt, dass sie kaum etwas davon bemerkte: keine Morgenübelkeit, keine Stimmungsschankungen, kein Energiemangel, keine Fressanfälle oder Gelüste, nur gut 6 kg Gewichtszunahme - davon alles am Babybauch.

Leider war die Klinikgeburt eine Katastrophe, da die Ärzte dort wenig mehr konnten als Schneiden, operieren und Pillen verordnen. Doch abgesehen von mehreren (möglicherweise überflüssigen) Schnitten ging doch noch alles gut.

Während der 4 Tage ihres Klinkaufenhalts erstaunte sie die Schwestern mit der Menge als Colostrum (Vormilich), die sie ihrem Kind geben konnte. Die meisten Anderen Frauen haben im Unterschied dazu nur wenige Tropfen dieser fettigen, nahrhaften Flüssigkeit mit Antikörpern für ihre Babys. Auch in den anschließenden 1 ½ Jahren hatte sie reichlich Muttermilch für ihr Baby.

Auch die Kindesentwicklung lief sehr erfreulich ab: ihre Tochter war so stark, dass sie sich schon mit 19 Tagen auf ihren Ellenbogen aufrichten konnte. Insgesamt war sie ruhig und zufrieden und schlief schon mit 3 Wochen durch, mit einem Jahr konnte sie sicher laufen und hatte in den ersten beiden Lebensjahren keine Erkältung, bekam überhaupt keine Medikamente.

Die erste feste Nahrung bekam das Mädchen mit 6 Monaten. Sie bestand überwiegend aus Avocado, roher Leber, Obst, Gemüse mit Butter, rohem Fisch, selbst gekochter Hühner- und Rinderbrühe, während sie weiter nach Bedarf Muttermilch bekam. Mit 1 ½ Jahren stillte sie sich selber ab.

Insgesamt war sie ein fröhliches und ausgeglichenes Kind.


Hawaiian Libertarian

Und nun mal die Erfahrungen aus der Sicht eines Vaters:

Paleo Baby

Hawaiian Libertarian hatte sich schon länger mit Paleo-Ernährung befasst, seine Frau dagegen war immer noch eine Liebhaberin von Brot und Nudeln. Als sie schwanger wurde, setzte er sich gegen alle Gegner seiner Ernährung durch, Übernahm das Einkaufen von Lebensmitteln und ca. 50% des Kochens, damit so ungesunde Lebenmittel wie Brot, Kuchen, Zucker, industrielle Saatenöle, verpackte Snacks u.s.w. nicht mehr in s Haus kamen.

Er “fütterte” seine Frau mit lecker Bacon, Eiern von den eigenen Hühnern, guter Weidebutter, Hühnern und Schweinen aus Weidehaltung, frisch gefangenem Fisch und viel Gemüse und Knollen, dazu gutes Meersalz.

Mit dieser Ernährung hätte seine Frau nach dem konventionellen Wissen 300 Pfund zulegen und nach der Entbindung an Herzversagen sterben müssen. Das trat aber nicht ein - im Gegensatz dazu verlor sie sogar an überflüssigen Fettpölsterchen (Arme, Beine, Gesicht, Hals und Oberkörper) und entwickelte nur einen schönen Babybauch. Während der 9 Monat der Schwangerschaft aß sie brav Paleo und von hinten sah man ihr auch kurz vor der Entbindung die Schwangerschaft nicht an.

Als das Paleo Baby geboren wurde, fand er sich in seinen Überzeugungen bestätigt:

Es wurde mit offenen Augen geboren und konnte ganz bestimmt von Anfang an alles in seiner Umgebung wahrnehmen. Das hatte er so nie zuvor bei einem Neugeborenen gesehen. Er führt das u.a. darauf zurück, dass das Baby schon im Mutterleib optimal mit allen wichtigen Fettsäuren (auch Omega 3 aus Fischöl) versorgt wurde.

  • Paleo Baby konnte schon mit 10 Tagen den Kopf ohne Unterstützung hochhalten.
  • Keine Koliken, munter und fröhlich, schläft gut, meist die ganze Nacht.
  • Falls es doch gestillt werden will, schläft es an der Brust ein und dort weiter.

Nach 4 Monaten kam die erste feste Nahrung zur Muttermilch hinzu: in Butter gedünstetes Büffelfleisch, Weiderind, Freilandhähnchen, Fisch, alles pürriert mit verschiedenen Gemüsen und Butter. An Obst gab es erst nur etwas Banane oder Birne. Es bekam immer so viel Paleo Essen, bis es selbst genug hatte. Außerdem bekommt es vollfette Bio-Milchprodukte wie Joghurt oder Käse.

...


Morgenübelkeit

Ursachen/Abhilfe

  • Progesteronmangel: der mütterliche Progesteronspiegel steigt nach dem 4. Monat stark an - genau dann, wenn die Morgenübelkeit normalerweise nachlässt.
  • Blutzuckerschwankungen: vor dem Schlafengehen noch eine kleine Portion Protein essen, z.B. ein Stück Hähnchen oder 2 Eier.
  • möglicherweise ein Mangel am Vitamin B6 "A symptom of low vitamin B6 status during pregnancy may be excessive morning sickness, which has been shown to be ameliorated by short-term vitamin B6 supplementation." WAPF Vitamin B6, The Under-Appreciated Vitamin


Links

[Chriss Kresser: Episode 7 – Nutrition for fertility, pregnancy & breastfeeding]