Salz

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grobes Meersalz in Porzellanschale

Wird von Salz gesprochen, handelt es sich um Natriumchlorid (NaCl).

Beim Salzkauf sollte darauf geachtet werden, dass es sich um ein möglichst naturbelassenes Salz wie einige Meersalze und Steinsalze handelt. Naturbelassene Salze enthalten je nach Herkunft zahlreiche Spurenelemente. Diese fehlen im Kochsalz, ein raffiniertes Salz. Die meisten im Handel erhältlichen Kochsalze enthalten dafür Rieselhilfen.

Geschichte

Menschen haben schon immer Salz konsumiert - wie alle anderen Säuger auch. Salzhandel gab es schon in der Jungsteinzeit.

Herstellung

Es kann auf unterschiedliche Weise gewonnnen werden:

  • Steinsalz wird unter Tage entweder durch Abgraben oder Auslösen gewonnen. Später wird dieses von seinen unerwünschten Begleitstoffen getrennt.
  • Meersalz wird gewonnen, indem Meerwasser in Becken geleitet wird, wo das Wasser unter der Sonneneinstrahlung verdunstet.
  • Das teure, orange-rosa gefärbte Himalaya-Salz ist in seiner generellen Zusammensetzung identisch mit normalem Steinsalz, hat aber mehr Verunreinigungen wie Gips und Eisenoxid.

Verwendung

  • Salz wird meist verwendet um Speisen zu würzen, ohne Salz schmeckt Essen oft fad. In der Küche werden einige chemische Wechselwirkungen mit den Speisen genutz um diese schneller oder schmackhafter zuzubereiten.
  • Salz ist für den Menschlichen Körper wichtig damit viele Prozesse ablaufen können. Durch vermehrtes Schwitzen kann es nötig sein den Salzvorrat durch vermehrte Einnahme wieder aufzufüllen. Der Salzhaushalt wird durch Hormone nahezu konstant gehalten.

Salz und Gesundheit

  • Lange Zeit wurde behauptet, dass ein zu hoher Salzkonsum eine Ursache für erhöhten Blutdruck sei. Viele Menschen der westlichen Welt nehmen jedoch instinktiv ein vielfaches der empfohlenen Menge von 3 - 20g täglich zu sich. Auch viele Fertige Produkte sind stark gesalzen, weil dies dem natürlichen Geschmack entspricht.
  • In einer neueren Studie wurde jedoch festgestellt, dass ein höherer Salzkonsum im Gegenteil zu einer geringeren Sterblichkeit als ein besonders niedriger Salzkonsum führt.
  • Auch für Magenkrebs soll ein zu hoher Salzkonsum eine Ursache sein. Da es sich dabei jedoch nur um Korrelationen handelt, ist möglicherweise nicht das Salz an sich die Ursache, sondern bestimmte Speisen, die meist mit Salz gemeinsam konsumiert werden, wie z.B. gepökeltes und geräuchertes Schweinefleisch.
  • Andere Quellen sehen in Salz eher ein Heilmittel, z.B. bei Haarausfall, Bluthochdruck, Wadenkrämpfe und Insulinresistenz.
  • Manche Salzsorten werden mit verschiedenen Zusatzstoffen (Vitamine und Spurenelemente) angereichert, welche jedoch bei einer ausgewogenen Ernährung überflüssig sind.
  • Wolfgang Lutz, der bereits verstorbene Arzt und Autor des Buches "Leben ohne Brot", befolgte in seinen letzten ca. 10 Jahren selbst eine salzfreie (nicht salzarme) Ernährung. Er meinte, dass man mit einer salzfreien Ernährung Bluthochdruck effektiv senken kann. Außerdem vermutete er einen Zusammenhang zwischen Krebs und Salz. Aufgrund aktueller wissenschaftlichen Daten (Übersicht bietet u.a. auch Chris Kresser), gibt es bei einer salzarmen Ernährung mehr Nachteile (Herz-Kreislauf), als Vorteile (Senkung des Blutdrucks).
  • Kurzfristig lässt eine Salzrestriktion einen muskulösen Körper definierter erscheinen, da reichlich Salz Wasser unter der Haut binden kann. Langfristig überwiegen aber die gesundheitlichen Nachteile. Lifestrong.com THE MUSCLE DEFINITION DIET
  • Eine durch Paleo-Ernährung gesenkte Salzaufnahme (keine gesalzenen Fertigprodukte) ist mit verantwortlich für anfängliche oder andauernde Befindensstörungen. Es wird deshalb empfohlen, selbst zubereitete Speisen über den Tag mit ca. 1/2 EL Salz zu würzen. Auch gesalzene selbst gekochte Knochenbrühe kann helfen, den Salzmangel auszugleichen und für ein besseres Wohlbefinden sorgen. The Paleo dietitian: Side effects on the Paleo diet
  • Chriss Kresser meint: "I feel that the data supports an intake between 3000 and 7000 milligrams of sodium, or 1.5 to 3.5 teaspoons of salt, per day. People who are quite active or sweat a lot should consume salt on the higher end, and those who are less active may want to consume on the lower end." (sieht Link* unten) Die Datenlage überstützt eine tägliche Salzaufnahme von 3 - 7 g (oder 1,5 - 3,5 Teelöffel oder 1/2 bis 1 leicht gehäuften Esslöffel).

Links