Kümmel

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Kümmel ist ein Gewürz und Heilmittel mit langer Tradition.


"Kümmel ist eine zweijährige Pflanze. Die Blätter sind zwei- bis dreifach gefiedert. Obere Stängelblätter besitzen eine Scheide mit nebenblattartigen Fiederpaaren. Kümmel entwickelt eine rübenartige Wurzel. Die Pflanze ist breit verzweigt und kahl. Mit der Blüte erreicht Kümmel eine Höhe von 30 bis 60 Zentimeter. Unter günstigen Bedingungen werden auch Höhen von 120 Zentimeter erreicht. Es werden 5 bis 15 Dolden pro Pflanze gebildet.[2] Die Blüte ist weiß bis rosa oder rötlich in Form einer Dolde mit 8 bis 16 Strahlen. Die Hüllchen fehlen meist, manchmal sind zwei vorhanden. Die Blütezeit erstreckt sich von Mai bis Juli. Die Samenreife beginnt im Juni bis August. Der Samen von Kümmel ist eine Spaltfrucht, ist 3 bis 7 Millimeter lang und 0,7 bis 1,2 Millimeter breit, oval, kahl und die Einzelfrüchte leicht sichelförmig gebogen. An der Außenseite ist der Samen braun, an der Innenseite hellbraun bis gelblich gefärbt. Kümmelsamen duften aromatisch, wenn sie zerrieben werden. Der Samen ist an beiden Enden spitz." [1]


Verwendung in der Küche

Wikipedia schreibt:

"Kümmel ist ein klassisches Gewürz zu schweren Speisen, Brot wie der Schwäbischen Seele und zu Pellkartoffeln. Die Blätter des Kümmels haben einen milden Petersilien-Dill-Geschmack, der gut zu Suppen und Salaten passt. Die Wurzeln können als Gemüse gekocht werden. Die Früchte (Doppelachänen) sind besonders in der jüdischen, nord- und osteuropäischen Küche beliebt und werden dort als Gewürz für Kuchen und Roggenbrot, Gulasch, Kohl, Käse, geschmorte Äpfel und Spirituosen verwendet. Der Kimmicher, ein Traditionsgebäck aus Reutlingen, ist ein Brötchen aus einem Teig mit viel Kümmel. Ganzer Kümmel verliert bei sorgfältiger Lagerung über einen Zeitraum bis zu vier Jahren kaum an Aroma und Qualität."


Als Gewürz geeignet für: [2]

  • Kohlgerichte
  • Schweine-, Lamm- und Gänsebraten
  • Gulasch und andere deftige Schmorgerichte
  • Kartoffelgerichte
  • Eintöpfe
  • Quark und Käse
  • Pikantes Gebäck
  • Kochsud von Meeresfrüchten wie Hummer und Langusten


Kümmel wird ganz, leicht gestoßen oder frisch gemahlen verwendet.


Gesundheit

Generell kann ich über Kümmel nichts Negatives finden, was vom Konsum abhalten sollte. Im Gegenteil, Kümmel ist eher gesundheitsförderlich. Auch fand ich keine Warnhinweise in meinen Kräuterbüchern, außer dass das ätherische Öl pur ungeeigent für Säuglinge ist.

Nur für Histamin-Intolerante und AIPler ist er ungeeignet - oder höchstens in kleinen Mengen bekömmlich.

Hauptinhaltsstoffe des ätherischen Öls sind Monoterpene und Monoterpenketone. Das auch enthaltene Carvon wirkt entblähend.

Insgesamt ist es förderlich für die Verdauung und den Gallenfluss und im Respirationstrakt schleimlösend. Dafür wird aus 1 Teelöffel gestoßenem Kümmel pro Tasse nicht mehr kochendem Wasser ein Tee hergestellt, Ziehzeit etwa 10 Minuten. [3]

Die Naturheilkunde wendet Kümmel außerdem bei Migräne und gegen Parasiten an, er ist menstruationsfördernd und milchbildend. Oft wird er auch mit Fenchel und Anis (ähnliches Wirkspektrum) kombiniert, was den Geschmack angenehmer macht.


Kümmel kann auch in Säckchen gefüllt werden und statt Körnerkissen erwärmt werden. Da sind sie hilfreich bei Bauch- und Zahnschmerzen.

--Kikilula 21:07, 24. Okt. 2012 (CEST)


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(übernommen aus wikipedia.de Hinweis zu Gesundheitsthemen)


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