Entzündung

Aus Paleowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche


Krankheiten, insbesondere Autoimmunerkrankungen, können mit Entzündungsprozessen (engl. inflammation) einhergehen. Diesen entzündlichen Prozessen kann man auf vielfältige Weise vorbeugend beziehungsweise heilend entgegenwirken.

Hier ist eine Auflistung von Schritten, die du unternehmen kannst.

1. Ernähre dich "paleo". Die Paleo-Diät schließt einerseits automatisch viele Faktoren aus, die Entzündungen hervorrufen und andererseits ist sie reich an Faktoren, die entzündliche Prozesse ausbremsen. Die Paleo-Diät bietet ein solides Fundament, um etwas gegen Entzündungen zu unternehmen.

2. Iss viele verschiedene Gemüse und eine moderate Menge antioxidantisch wirkender Früchte. Iss große Mengen stark pigmentierter Gemüse möglichst zu jeder Mahlzeit. Die stark anti-inflammatorischen Sorten unter den Gemüsen sind: Brokkoli, Knoblauch, Spinat, Grünkohl, Pak Choi, Weißkohl, Salatgurke, Blumenkohl und Zwiebeln. Achtung! Wenn ihr euch nach dem Autoimmunprotokoll ernährt, müsst ihr auf die Nachtschattengewächse (Paprika, Tomate, Aubergine) verzichten. Obst: bevorzugt Beeren.

3. Es gibt verschiedene anti-inflammatorische Kräuter und Gewürze, die du deinen Gerichten so oft wie möglich zufügen solltest. Kurkuma, Oregano, Knoblauch und Ingwer enthalten Bioflavonoide und Polyphenole, die die Entstehung freier Radikale in deinem Körper hemmen. Weitere anti-inflammatorische Substanzen sind Capsaicin, das in Chilis vorhanden ist, sowie Rosmarinsäure (im Rosmarin) und Vanillin und Zingeron (beides kommt im Ingwer vor). Weiterhin solltest du auch folgende Kräuter u.a. häufig benutzen: Basilikum, Lorbeerblätter, Kreuzkümmel (Kumin), Koriander, Dill, Fenchel, Ysop, Salbei, Thymian, Goji-Beeren, Graviola und Weidenrinde. Weidenrinde enthält Salicylsäure, eine der aktiven Substanzen in Aspirin. Grüner Tee und Spirulina (eine Algenart) haben ebenfalls entzündungshemmende Eigenschaften.

4. Bemühe dich um ausgeglichene essentielle Fettsäuren. Bei einer Standardernährung ist das Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3-Fettsäuren stark verschoben und liegt bei 17:1 und ist damit weit entfernt vom optimalen 1:1 Verhältnis. Die Paleoernährung wird dir helfen, diese Balance von 1:1 wieder anzustreben. Abgesehen von den richtigen Nahrungsmitteln (Fleisch von grasgefütterten Wiederkäuern und gute Bioeier von "glücklichen" Hühnern) solltest du auch viel Kaltwasserfisch essen: zum Beispiel Lachs, Thunfisch und Heilbutt. Vielleicht solltest du auch noch eine Supplementierung mit Lebertran (engl. cod liver oil) in Betracht ziehen, um deine tägliche Omega-3 Dosis zu erhöhen.

5. Sorge für eine gute Darmflora, kümmer dich um deine Darmbakterien. Antiobiotika und Stress können die Darmflora gewaltig schädigen. Unerwünschte, krankmachende Bakterien können die Oberhand gewinnen und zu Entzündungen führen. Du kannst die Balance wieder herstellen, indem du durch probiotische Präparate supplementierst oder -noch viel besser- probiotische Nahrungsmittel regelmäßig zu dir nimmst. Joghurt und milchsauer vergorene Gemüse (Sauerkraut, Kimchi) und Kombucha wirken hier wahre Wunder.

6. Übertreibe nicht beim Sport, mäßige dich. Starke Überanstrengungen können Entzündungen verursachen, ebenso wie ein Bewegungsmangel. Wähle den Mittelweg. Werde aktiv, laufe und bewege dich wann immer es möglich ist. Schiebe zwischendurch auch mal etwas anstrengendere Tätigkeiten ein, vielleicht ist auch der ein oder andere kurze Sprint drin.

7. Sorge für ausreichenden und erholsamen Schlaf. Schlafmangel kann zu Stressreaktionen im Körper führen, was wiederum Entzündungsreaktionen hervorruft. Mach dir mit der Jagd nach dem gewissen Quantum gesunden Schlaf keinen Stress. Bevor du dir jede Nacht einen Kopf um deinen Schlaf machst, bedenke einfach, dass die meisten Menschen zwischen 6 und 12 Stunden Schlaf in der Nacht brauchen. Das ist abhängig vom Alter und Aktivität bzw. Belastung. Es ist sehr hilfreich feste Schlaf- und Wachzeiten zu haben. Vor dem Zubettgehen solltest du dir eine Abschaltphase gönnen und schlafe möglichst in totaler Dunkelheit. Wachst du ohne Wecker auf, hast du alles richtig gemacht.

Dieser Text wurde von Brian Cormack Carr verfasst und stammt von der Webseite paleodietnews.com.

http://paleodietnews.com/2494/cooling-inflammation-with-the-paleo-diet/




Rotes Palmöl enthält stark antioxidative Tocotrienole. Danieles Tipp: "Selbst wenn nur die Hälfte stimmt, lässt das rote Palmöl andere "Superfoods" ziemlich blass aussehen." http://www.coconutresearchcenter.org/po-protects-your-brain-article.htm